top of page

Rechenbeispiel:
Wärmepumpe

​Was kann eine falsche Dimensionierung langfristig kosten?

Eine Wärmepumpe sollte nicht einfach nach Wohnfläche, der Leistung der alten Heizung oder einer groben Schätzung ausgewählt werden. Entscheidend ist eine präzise Heizlastberechnung, damit die Wärmepumpe optimal auf das Gebäude abgestimmt werden kann.

Nehmen wir ein Einfamilienhaus mit einer tatsächlichen Heizlast von 7 kW. Wird stattdessen eine deutlich größere Wärmepumpe mit beispielsweise 10 kW eingebaut, kann dies zu häufigeren Starts und kürzeren Laufzeiten führen und damit die Effizienz beeinträchtigen.

Das bedeutet:

≈ 667 kWh zusätzlicher Stromverbrauch pro Jahr

Bei einem angenommenen Wärmebedarf von 14.000 kWh pro Jahr und einer Jahresarbeitszahl von 4,2 ergibt sich bei optimaler Auslegung ein Stromverbrauch von etwa 3.333 kWh pro Jahr.

Bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh entstehen dadurch rund:

≈ 200 € zusätzliche Stromkosten pro Jahr

Bei einer schlechteren Jahresarbeitszahl von beispielsweise 3,5 steigt der Verbrauch auf rund 4.000 kWh pro Jahr.

Über 15 Jahre summiert sich dieser Mehrverbrauch bereits auf:

≈ 3.000 € Mehrkosten

Über 20 Jahre wären es sogar:
≈ 4.000 € Mehrkosten

Und es kann noch teurer werden

Bei einer extrem ungünstigen Auslegung und Betriebsweise können einzelne Komponenten durch häufige Starts und ungünstige Betriebsbedingungen stärker belastet werden. Im ungünstigsten Fall können dadurch vorzeitige Reparaturen oder ein kostenintensiver Austausch der Außeneinheit erforderlich werden.

​

Der Austausch einer kompletten Außeneinheit inklusive Demontage, Montage, Anschluss und Inbetriebnahme kann – abhängig von Gerät, Hersteller und Aufwand – grob im Bereich von 12.000 bis 18.000 € liegen.

Mehrverbrauch in 6 Jahren:
≈ 1.200 €

​

Möglicher Austausch der Außeneinheit:
≈ 15.000 €

​

Gesamt: ≈ 16.200 €

 

Und das nach gerade einmal sechs Jahren.

Setzt man für ein vereinfachtes Extrem-Szenario beispielsweise 15.000 € für einen solchen Austausch nach sechs Jahren an, entstehen zusätzlich zu den höheren Stromkosten bereits erhebliche Kosten:

Dieses Beispiel stellt ausdrücklich ein Extrem-Szenario dar und bedeutet nicht, dass eine falsche Dimensionierung zwangsläufig zu einem Defekt nach sechs Jahren führt. Es zeigt vielmehr, welches finanzielle Risiko eine mangelhafte Planung im ungünstigsten Fall mit sich bringen kann.

Deshalb gilt:

Wer bei der Vorplanung am falschen Ende spart, zahlt langfristig oft deutlich mehr.

Eine fachgerechte Heizlastberechnung schafft die Grundlage für eine passende Dimensionierung, einen effizienten Betrieb und eine möglichst lange Lebensdauer Ihrer Wärmepumpe.

bottom of page